MALERMEISTER SVEN ULBRICH

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Altarrückwand



Beschreibung der Kirche


Die Frauenkirche in Görlitz ist 1473 als dreischiffige Hallenkirche mit lang gestrecktem Chor und anmutiger spätgotischer Einwölbung geweiht worden. Sie ist der Ersatzbau für die nach 1429 in den Hussitenkriegen zerstörte, bereits 1349 errichtete Sühnekirche „Unserer Lieben Frauen”. Weil sie vor den Toren der mittelalterlichen Stadtbefestigung lag, stand sie nach der Reformation in ihrer Bedeutung immer im Schatten der älteren Stadtkirchen. Bis 1831 war sie von einem Friedhof umgeben, an den noch Grabmale im Umfeld erinnern. Im Zuge der Stadterweiterung nach Süden geriet sie zum Ende 19. Jahrhundert in unvorteilhafter Umklammerung durch die Geschäftshausbauten jener Zeit. 1869/1870 erhielt sie ihr noch immer vorhandenes Interieur in neugotischem Stil. Aus dieser Zeit stammt auch das Ostfenster mit dem „Christus im Weinberg”. Der massive vorgesetzte Turm war ursprünglich niedriger und bekam bei einem Umbau in den Jahren 1696/97 seine jetzige Höhe und 1735 seine barocke Haube. Die Verkündigungsgruppe über dem Westportal, die hohen Maßwerkfenster, das Netzrippengewölbe mit seinen verzierten Schlusssteinen (Sieben Freuden Mariae, vier Evangelistensymbole, vier weibliche Heilige) und die Orgelempore aus sandsteinernem Maßwerk gehören zu den wichtigen Zeugen gotischer Steinmetzkunst im Görlitz des 15.Jahrhunderts.


Das ursprüngliche Bronzegeläut wurde im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen, 1922 konnte stattdessen ein Stahlgeläut aufgezogen werden, das sich durch harmonischen Klang auszeichnet. Die Orgel wurde von der Firma Schuster (Zittau) 1971 gebaut. Heute steht die Frauenkirche im Herzen der Stadt. Sie dient entsprechend ihrer zentralen Lage als Gottesdienst- und Ausstellungskirche.

Quelle: Wikipedia



Beschreibung des vorgefundenen Zustandes der Rückwand


Im Rahmen der Weiterbildung zum Restaurator im Handwerk erhielt ich die Möglichkeit, eine Kopie einer Altarrückwand anzufertigen. Die Rückwand gehört zu dem Altar, welcher in der Frauenkirche zu Görlitz steht.


Bei näherer Betrachtung wurde festgestellt, dass die Rückwand mit fest haftenden Verunreinigungen stark verschmutzt ist. Die Rückwand ist aus mehreren Holzteilen zusammengesetzt, welche sich im Laufe der Zeit verformt haben. Durch die Verformung wurde der vertikale Plattenstoß um einige Millimeter geöffnet.


Weil man die Verformungen der Holzteile nicht mehr rückgängig machen konnte, sollte eine Kopie der Rückwand angefertigt werden. Die Kopie wird gemeinsam mit der originalen Rückwand zur gegebenen Zeit wieder in den Altar eingebaut.